Einsam

Gerade noch spielte man in einem Orchester, die Töne und Instrumente so passgenau abgestimmt, Misstöne fielen nicht auf, weil sie nicht vorgesehen sind in einem so professionellen Organ.

Und plötzlich hat sich jemand doch verspielt. Weil kurz die Konzentration auf nur das Eine ausfiel. Weil das Leben auch anderes wichtig erachtet.

Sogleich heftet sich das Spotlight an den, der aus der Notenreihe fiel. Im Schatten wird die Nase der Ausreden und Erklärungen noch länger.

Tonlos einsam ist es anschließend. Grotten-schwarz. Nichts wird verziehen. Die Angst vor Tönen außer der Reihe wächst, die Finger zittriger. Fehlerfehlkultur macht einsam.

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